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Amerika
Für Menschen, die Hotels mögen
Hotelbericht

Bozen, Parkhotel Mondschein

Hippe Beats in historischen Gemäuern

Mitten aus dem Trubel Bozens führt ein Tor in den wunderschönen Garten des Parkhotel Mondschein. Palmen, ein Efeu-umranktes imposantes Gebäude und wie auf Knopfdruck ändert sich die Geräuschkulisse. Statt italienischen Wortfetzen und dem Hupen von Autos hört man plötzlich Vogelgezwitscher und jeden Freitagabend den Sound eines angesagten DJs.

Dass wir unser Auto in der MY Mondschein Parking Garage abstellen können, sorgt für eine entspannte Ankunft im zentral gelegenen Hotel, denn jeder, der schon mal in einer italienischen Altstadt geparkt hat, weiß, wie schwierig dieses Unterfangen sein kann. So können wir einfach durch eine elektrische Tür in die Lobby des Mondschein spazieren und landen sofort in einer anderen Welt. Das Retro-Design schickt uns auf eine Zeitreise in die 1960er Jahre und die herzliche Begrüßung durch Hotel Manager Emaunuel Sax sorgt dafür, dass wir uns willkommen fühlen. Buongiorno, italienische Leichtigkeit!

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Im Parkhotel Mondschein trifft Grand Hotel auf Bozner Gemütlichkeit

Bereits der Anblick des eindrucksvollen Hauses Hauses im Belle-Époque-Stil mit der Efeufassade und den weißen Fensterläden entfacht in mir ein Gefühl von Nostalgie. Dieses Gebäude hat Geschichte – und die geht sogar bis ins 14. Jahrhundert zurück, als das Mondschein, Bozens erstes Gasthaus, Reisende, die über den Brenner kamen, bewirtete.


Die Hoteliers-Brüder Klaus und Moritz Dissertori, die mit dem Schwarzschmied, der Villa Arnica und dem 1477 Reichhalter bereits drei außergewöhnliche Hotels in Lana führen, haben das denkmalgeschützte Haus von der Eigentümerfamilie gepachtet und im Mai 2022 nach mehrmonatiger Renovierungsphase neu eröffnet. Verantwortlich für das beeindruckende Interior Design ist das Meraner Innenarchitektur-Büro Biquadra unter der Leitung von Christina Biasi-von Berg, die bereits die andern drei Häuser der Alto Group mit ihrer ganz persönlichen Handschrift versah.


Was mir im Inneren neben dem coolen Retro-Design sofort auffällt, ist das Farbkonzept – es dominieren Grün-, Braun- und Grautöne – sowie Minimalismus und subtile Eleganz. Auch wenn jedes der 76 Zimmer und Suiten individuell gestaltet ist, zieht sich dieser rote Faden durch das ganze Haus. Wir wohnen in einer wunderschönen Junior Suite mit freistehender Badewanne und einem wundervollen Blick auf die zackigen Gipfel der Rosengartengruppe. Am liebsten würde ich gleich im Schaumbad abtauchen, aber es zieht uns nach draußen in den Park – der Aperitivo wartet!

Die Luna Bar – das Herz des Parkhotel Mondschein

Ein Marmortresen, samtbezogene Barhocker in Altrosé, riesige Vasen und antike Einzelstücke als Mobiliar – in der Luna Bar kommen wir uns vor wie in einer Filmkulisse. Definitiv in der eines italienischen Films, denn die Marzocco-Espressomaschine faucht fleißig vor sich hin und die Bedienungen sprechen überwiegend italienisch. Hier findet das gesellschaftliche Leben im Mondschein statt – angefangen vom Frühstück über den Espresso zwischendurch bis hin zu den Drinks am Abend. Spielt das Wetter mit (und das ist in Bozen oft der Fall), kann man seinen Kaffee oder ein Glas Wein draußen auf der wunderschönen Terrasse genießen.


Zum Frühstück kommen auch gerne echte Bozner, kein Wunder bei dem Angebot! Eggs Benedict, Bowls, Smoothies und leckere Brioche versüßen uns den Start in den Tag. Wer sein Immunsystem pushen will, gönnt sich zudem einen kleinen Ingwer Shot, aber Vorsicht, der ist höllisch scharf! Mittags gibt es leckere regionale Kleinigkeiten à la carte und auch abends kann man sich mittlerweile mit verschiedenen kleinen, feinen Bar-Speisen des Jungkochs Adrian Wimmer eine Grundlage für die leckeren Cocktails schaffen.


Die Luna Bar mit ihren Nischen und gemütlichen Sitzmöglichkeiten ist die perfekte Kulisse für ein bisschen dolce far niente: Alles kann, nix muss! Wer sich zurückziehen möchte, kann das hier mit einem guten Buch oder seinem Laptop machen. Wem eher nach netter Gesellschaft zumute ist, der findet die hier ebenso. Jeden Freitag legen DJs auf, kuratiert von Arno Parmeggiani, einem Brixner DJ und Veranstalter von Musikfestivals. Mit einem Gin Fizz oder Ginger Beer anstoßen, dem Sound lauschen und einfach nur genießen – besser kann man eine Woche nicht ausklingen lassen, oder?


Meine Mama und ich wollen allerdings abends noch ein wenig auf kulinarische Entdeckungstour durch Bozen gehen und werden von der sehr netten Rezeptionistin in die Löwengrube geschickt, das wohl bekannteste Lokal der Stadt. Und das ist ein wirklich guter Tipp, denn das Essen in den historischen Gewölben ist einfach nur fantastisch!

Ein Omm in urbanem Flair: Yoga im Parkhotel Mondschein

Passend zur entspannten Atmosphäre des Hotels gibt es ein richtig gutes Body-Mind Konzept. Wer sagt schließlich, dass man nur an abgelegenen Orten beim Yoga oder Tai Chi entspannen kann? Auch hier mitten im Herzen Bozens werden jahrtausendalte Philosophien praktiziert – im hoteleigenen arise Studio. Hier können sowohl Hotelgäste als auch externe Besucher Kurse buchen oder den wunderschönen Raum in einem historischen Gewölbe für private Sessions nutzen. 


Zusätzlich werden Retreats angeboten, die man so in wohl keinem anderen Hotel findet, denn es werden auf relaxte Weise Yoga und City Life kombiniert. In der Sauna kann man nach dem Sport noch ein wenig entspannen und sich für die folgenden Aktivitäten stärken.

Raus ins Leben: In Bozen ist einiges geboten

So verlockend es ist, das ganze Wochenende in der wunderschönen Design-Oase zu verbringen, wäre es schade, das Hotel nicht zumindest hin und wieder zu verlassen, um ins quirlige Bozner Stadtleben einzutauchen. Die ideale Lage direkt in der Altstadt macht das Parkhotel Mondschein zum perfekten Startpunkt für eine kleine City Tour. Wir lassen uns einfach treiben, vorbei an Marktständen, kleinen Boutiquen und typisch italienischen Bars. Ein bisschen Shoppen in der Laubengasse, ein Espresso zwischendurch und weiter geht’s.


Ich nutze die Tatsache, dass wenig los ist und besuche den Ötzi im Südtiroler Archäologiemuseum. Die Ausstellung um die weltbekannte „Mumie aus dem Eis“ lohnt sich! Natürlich lädt die Lage Bozens auch zum Wandern ein, denn dort wartet ein spektakuläres Alpenpanorama. So geht’s beispielsweise auf der Via Alpina über den Ritten in luftige Höhen, vorbei an saftig grünen Almwiesen und idyllischen Weinbergen. Wer es etwas bequemer mag, der kann auch einfach mit der Rittner Seilbahn in nur 15 Minuten hoch hinaus. Wir haben dieses Mal auf schweißtreibende Outdoor-Aktivitäten verzichtet, da wir nur so kurz in Bozen waren und lieber das Hotel und die Stadt selbst erleben wollten. Das nächste Mal kommen die Wanderschuhe aber definitiv mit!


Historischer Charme kombiniert mit modernem Hipster-Chic und Südtiroler Gastlichkeit – das Parkhotel Mondschein ist ein ganz spezieller Ort, an den ich auf jeden Fall zurückkehren werde, wenn ich mal wieder einen Zwischenstopp auf meinem Weg an den Gardasee brauche. Oder vielleicht auch einfach nur so für ein romantisches Wochenende mit meinem Freund.


Wie die Dissertori Brüder besondere Rückzugsorte in Südtirol schaffen, lesen Sie hier im Interview »


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