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Amerika
Zeit für besondere Hotels
Hotelbericht

Uderns, Sportresidenz Zillertal

Lässiger Luxus zwischen Fairways und Bergen

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Viele verbinden das Zillertal mit Schnee, Skispaß und Après-Ski-Hütten. Und wissen gar nicht, wie vielseitig die Region auch im Sommer ist. Wanderer, Mountainbiker und Golfer finden hier vor der Kulisse der Zillertaler Alpen ideale Bedingungen.

Als wir Ende Juni anreisen, empfangen uns saftig grüne Wiesen, blühende Berghänge und Temperaturen um die 30 Grad. 


Unser Ziel ist die Sportresidenz Zillertal, ein Boutiquehotel direkt am Golfclub Zillertal Uderns. Freunde haben uns das Haus empfohlen. Nicht nur wegen des renommierten Golfplatzes, sondern auch wegen der großzügigen Suiten, der ausgezeichneten Küche und der lässigen Atmosphäre. Wir sind gespannt.

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Lockere Clubatmosphäre

Bei unserer Ankunft findet gerade ein großes Golfturnier statt. Auf den Parkplätzen herrscht reger Betrieb. Gut, dass es für Hotelgäste einen separaten Bereich zum Parken gibt.


In der Lobby fällt unser Blick durch die bodentiefen Glasfronten sofort aufs grüne Fairway. Golfer kommen von ihrer Runde zurück, andere stehen beim Caddymaster oder schauen im Pro Shop vorbei. Auf der Terrasse sitzen Gäste beim Lunch. Hier fühlt es sich fast eher nach Golfclub als nach Hotel an. Zumindest so lange, bis wir unsere Premium-Suite betreten.

Suite mit Loftcharakter

Wow! Auf 65 Quadratmetern gehen das offen gestaltete Bad mit begehbarer Dusche, die verglaste Infrarotkabine und Panoramasauna, die freistehende Badewanne sowie Schlafbereich und Sitzecke fließend ineinander über. Dazu kommen ein begehbares Ankleidezimmer, eine separate Toilette und eine großzügige Balkonterrasse mit Tisch und Liegen.


Die komplette Front zur Terrasse besteht aus einer raumhohen Glasschiebetür. Von beinahe überall in der Suite schaut man ins Grüne. Das Interieur ist zurückhaltend, geradlinig und ruhig. Heimische Hölzer, Naturstein und hochwertige Stoffe treffen auf Designerleuchten, handgefertigte Kommoden und schöne Details wie einen raumhohen Spiegel, der lässig an der Wand lehnt.


Während mein Mann zum Pitchen auf die Driving Range geht, mache ich es mir in unserem „Loft“ bei einem Espresso gemütlich und beobachte ihn aus der Ferne. Soll ja auch einen gewissen Übungseffekt haben. Am nächsten Tag auf der Runde stelle ich allerdings mal wieder fest, dass Zuschauen allein nicht reicht.

Golf Next Door

Der Golfclub Zillertal Uderns gehört zu den Leading Golf Courses Österreichs. Dass der Meisterschaftsplatz mitsamt seiner großzügigen Übungsanlage diesen Ruf genießt, ist absolut berechtigt. Uns gefällt er so gut, dass wir während unseres Aufenthalts sogar zweimal spielen und auf die geplante Wanderung verzichten.


Der Platz ist abwechslungsreich und hervorragend gepflegt. Jede Bahn hat ihren eigenen Charakter. Mal kommt Wasser ins Spiel, mal sind es gut platzierte Bunker oder große Grüns, die etwas Strategie verlangen. Dazu die Zillertaler Bergwelt, Obsthaine und sanfte Hügel, die uns die gesamte Runde begleiten.

Mein Mann als PGA Pro hat hier genauso viel Spaß wie ich als Freizeitgolferin.


Auch wenn mir Loch 9 einiges abverlangt. Erst der dritte Ball landet schließlich auf dem Inselgrün. Wobei mir die zwei versenkten Wasserbälle weniger ausmachen als die Zuschauer auf der Sonnenterrasse, die das Ganze aus nächster Nähe verfolgen.


Grund genug, später doch noch an meinem kurzen Spiel zu arbeiten. Chipping- und Putting Greens sowie die drei Kurzspielbahnen bieten dafür beste Voraussetzungen.

CLOUD 7 zur Entspannung

Wer nach einem Golf- oder Wandertag entspannen möchte, fährt mit dem Aufzug hinauf zur CLOUD 7, dem über 1.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich der Sportresidenz. Neben verschiedenen Saunen, darunter die Sky Sauna mit Panoramablick, einem Dampfbad sowie einem modernen Fitnessraum werden auch unterschiedliche Massagen und Treatments angeboten.


Uns zieht es bei den hochsommerlichen Temperaturen allerdings direkt in den Infinity Pool. Das angenehm temperierte Wasser kühlt zwar nicht wirklich ab, trotzdem gibt es kaum einen schöneren Ort, um nach der Runde zu entspannen. Während wir im Wasser treiben, schweift der Blick über das Fairway bis zu den Zillertaler Bergen.


Anschließend machen wir es uns unter den Sonnenschirmen bequem und genießen einfach die Ruhe. Für alle, die sich richtig erfrischen möchten, gibt es außerdem den hauseigenen Naturbadeteich mit Holzsteg und Liegebereich. 

Genusswerkstatt mit Haubenküche

Dass es in der Sportresidenz Zillertal auch ums kulinarische Wohlfühlen geht, merkt man nicht nur am umfangreichen Frühstücksbuffet mit frischen Smoothies, hausgemachten Aufstrichen und feinen Extras, sondern auch am Sechs-Gänge-Menü am Abend in der Genusswerkstatt.


Das Restaurant mit seiner angrenzenden Terrasse geht fließend vom Lobbybereich über und wirkt trotz der offenen Architektur gemütlich. Dafür sorgen dezente Raumteiler, die einzelne Tischgruppen voneinander trennen. Man sitzt für sich und hat trotzdem den Blick nach draußen.


Bei dem Kaiserwetter entscheiden wir uns natürlich für einen Tisch auf der Terrasse direkt am Wasser. Noch bevor das Menü beginnt, erleben wir ein kleines Schauspiel. Die Koi-Karpfen gehen auf Position und warten geduldig darauf, gefüttert zu werden. Darunter einer, komplett goldfarben. So einen habe ich vorher noch nie gesehen. Ein Mitarbeiter kommt lächelnd zu uns und erklärt, dass wir die Koi lieber nicht füttern sollten, weil sie sonst zu dick werden. Also lassen wir es beim Beobachten, stoßen mit einem Glas österreichischem Sauvignon Blanc an und freuen uns auf das Menü. Jeder Gang begeistert aufs Neue. Besonders in Erinnerung bleiben mir die kreative Interpretation des Salade Niçoise mit Tuna Tataki, Edamame und Wachtelei sowie der köstliche Morchelrahm-Raviolo.


Man schmeckt die hochwertigen Produkte und irgendwie auch die Sorgfalt, mit der sie verarbeitet werden. Mindestens genauso positiv in Erinnerung bleibt der Service: herzlich, aufmerksam, entspannt und mit einer guten Portion Humor.


Leider vergeht die Zeit mal wieder viel zu schnell. Aber spätestens im Herbst kommen wir wieder. Frei nach dem Motto: Golf. Eat. Sleep. Repeat.

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