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Amerika
Zeit für besondere Hotels
Hotelbericht

Zürich, La Réserve Eden au Lac Zurich

Zeitlose Eleganz trifft auf kreatives Design

In einem Züricher Luxushotel direkt am See und in unmittelbarer Nähe zur Altstadt zu wohnen, gleicht für Besucher der Schweizer Nobel Metropole einem Sechser im Lotto. Den bekommen die Gäste des La Réserve Eden au Lac Zurich zusammen mit einem Ambiente, das in der Kombination von klassischer Eleganz und kreativem Design seinesgleichen sucht.

Das stilvolle Gebäude mit den blauweißen Markisen, den schmiedeeisernen Balkonen und prachtvollen Stuckfiguren gehört zu den schönsten an der Seepromenade. Nur ein schmales, dezent gestaltetes Schild am Seiteneingang des herrschaftlichen Villenhauses mit Red Carpet Aufgang verrät, dass sich hinter dieser Fassade seit der Neueröffnung vor fünf Jahren eines der exklusivsten Hotels am Zürichsee verbirgt.

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Bei meiner Ankunft an einem strahlenden Sommertag bin ich nicht nur überwältigt von der Freundlichkeit, mit der ich empfangen werde, sondern auch von der Aussicht vom Balkon meines Zimmers im 4. Stock: Der Zürichsee liegt mir zu Füßen, Segelboote schaukeln im Wasser, am Ufer Schwäne und Enten, Boote an Bojen. Gegenüber liegt ein Yachtclub, zu meiner Linken ein Seebad mit Terrasse, zu meiner Rechten der Blick auf die Altstadt.


Von hier aus präsentiert sich mir Zürich wie ein exklusiver Badeort am Mittelmeer. Die Eleganz des Hauses und die Nähe zum See haben Stardesigner Philippe Starck 2020 dazu inspiriert, das traditionelle, aber in die Jahre gekommene Hotel Eden au Lac im Auftrag des neuen visionären Besitzers Michel Reybier in einen imaginären 5 Sterne Yachtklub zu verwandeln. Starck selbst beschreibt sein Werk als einen „zeitlosen Cocktail aus Kreativität und Klassizismus“.

Kreatives Design 

Dazu gehören originelle Ideen wie die großen Bilder von Segelschiffen, die auf das jeweilige Stockwerk hinweisen und die kleineren Exemplare mit der Zimmernummer neben jeder Tür. Philippe Starcks Handschrift ist im gesamten Haus deutlich erkennbar und überzeugt durch die Verwendung hochwertiger Materialien wie Holz, Leder und Metall. Der Lounge- und Lobbybereich mit dem Restaurant Eden Kitchen & Bar besticht durch einen schwarzweißen Mosaikfußboden, Lederstühle und Tische aus gehämmertem Metall, dazu alte Stuckdecken, Ziegelstein-Optik an den Wänden, Spiegelelemente und stimmungsvolle Lampen im Starck-Design. Mich begeistern die Glasfenster im Treppenhaus, die von seiner Tochter Ara Starck entworfen wurden.


Dies alles schafft eine fancy „Home Away from Home“-Atmosphäre und verleiht dem luxuriösen 5 Sterne Boutiquehotel mit nur 40 Zimmern und Suiten seinen ganz besonderen Charme. Ganz zu schweigen von den verwöhnenden Details.

Details mit Verwöhncharakter 

Verführerisch leckere Pralinen stehen als Willkommensgruß auf dem Zimmer bereit, daneben ein Schokoelefant und eine handgeschriebene Karte von General Manager Nicole Zandt. Der Elefant als Symbol von Robustheit, Ruhe, Sicherheit und Langlebigkeit erscheint in allen Michel Reybier Hotels, zu denen über ein Dutzend ganz besonderer Luxushäuser in ganz Europa gehören – darunter beispielsweise das La Réserve Paris und das La Réserve Ramatuelle, La Maison d’Estourel, das Hotel Monte Rosa in Zermatt und die Clinique Nescens über dem Genfer See.


Auf dem Bett entdecke ich eine Cashmere Decke, ideal für kühlere Abende, um noch gemütlich mit einem Drink auf dem kleinen Balkon den Tag ausklingen zu lassen. Unter der Glasplatte auf dem Schreibtisch sind nostalgische Postkarten und eine Karte vom Zürichsee dekoriert, die Espresso Design Maschine ist optisch ebenso ein Highlight wie die edlen Holzbügel und das exquisite Schuhpflegeset mit Holzspannern, das das Herz eines jeden Schuhliebhabers höherschlagen lässt. Die Liebe zum Detail wird überall in diesem Hotel offenbar und macht selbst kleinere Zimmer zu stilvollen Wohnoasen – und einen Aufenthalt in Zürich zum luxuriösen Ferienvergnügen.

Seebad und Fitness in unmittelbarer Nähe 

So bietet das Hotel seinen Gästen im Sommer den Gratiseintritt ins Seebad Utoquai schräg gegenüber, wo das Flair nostalgischer Badehäuser samt Sonnenterrassen und Liegebereichen wieder auflebt und eine wunderbare Erfrischung im und am See garantiert wird.


Fitness Freaks können als Ergänzung zum Schwimmtraining im See oder zur Laufeinheit an der Uferpromenade im hauseigenen Fitnessraum an neuesten Geräten trainieren. Alternativ gibt es dank der Kooperation mit dem Fitnesspark Stadelhofen, nur fünf Minuten vom Hotel entfernt, einen kostenlosen Zugang zu 200 qm Kursräumen, 680 qm Fitnessbereich sowie 180 qm Wellnessbereich. Bei meinem Kurzurlaub in Zürich widme ich mich aber lieber dem Genuss, zumal die beiden hauseigenen Restaurants als ganz besondere Hotspots unter Gästen und Einheimischen gelten.

Italienische Sterneküche als Gourmet-Highlight 

Den ersten Abend verbringe ich im Eden Kitchen & Bar im Erdgeschoss mit großen Fensterfronten zum Seeufer und werde mit köstlichen Amuse-Bouches auf die Michelin Sterne Kreationen von Chef Marco Ortolani eingestimmt. Ein Blick in die offene Küche zeigt, dass hier hohe Kochkunst mit viel Passion zelebriert wird.


Die wunderbar aufmerksame, fachkundige und dennoch zurückhaltende Art des jungen Service Teams macht das Dinner zu einem kulinarischen Feuerwerk voller Überraschungen, sowohl für den Gaumen wie für das Auge: Die Tintenfisch Carbonara mit Wachtelei, Pecorinokäse, Norci Trüffel und Guanciale, dem italienischen Speck, stellt jedes Carbonara Gericht, das ich je gegessen habe, in den Schatten. Als Hauptgericht liebäugele ich mit dem Eden Grill „Surf & Turf“, slow cooked Beef Ribs und Gambero Rosso, obwohl der Schattenfisch del Gargano mit Gänseleber und Knollensellerie auch nicht schlecht wäre … Kein Problem, ich bekomme einfach von beidem eine kleine Portion und bin begeistert von der fantasievollen Präsentation und der geschmacklichen Intensität.


Zum Dessert wähle ich hausgemachte Eiscreme, die mit flüssigem Stickstoff effektvoll am Tisch zubereitet wird und das Gourmet-Event standesgemäß abrundet. Nicht zu vergessen, die hochkarätige Weinbegleitung: Neben erstklassigen vorrangig französischen und italienischen Tropfen werden sogar die besten Jahrgänge aus dem Chateau Cos d’Estournel kredenzt (einem der berühmtesten Weingüter im Bordelais, das La Reserve Eigentümer Michel Reybier ebenso gehört wie Weingüter in Ungarn, in der Champagne und in der Provence).

Gechillte Bar-Atmosphäre mitten im Trendviertel von Zürich 

Zum Ausklang besuche ich die zum See hin offene Bar, in der klassische und innovative Cocktails zusammen mit kulinarischen Snacks aus der Sterneküche serviert werden. DJs sorgen mit coolen Vibes für eine chillige Sommernacht-Atmosphäre. Der nächste Tag vergeht wie im Flug – mit einem Spaziergang am See entlang in die nahe Altstadt und einem Bummel durch das schicke Seefeld Quartier in der Nähe des Hotels, das mit kleinen, edlen Concept Stores, Restaurants und Boutiquen gerade als DAS Trendviertel gehypt wird.

Peruanisch-japanische Fusionküche mit Panoramablick über die Stadt 

Wie schön, dass mein Balkonzimmer zwischen all den Eindrücken immer wieder als Ruhe-Oase auf mich wartet. Entspannt begebe ich mich abends in den sechsten Stock des Hotels, ins Restaurant La Muña, um das nächste kulinarische Highlight zu erkunden. Auf den ersten Blick erinnert das Philippe Starck Design mit viel Holz an eine Schweizer Skihütte, bei näherem Hinsehen und beim Betrachten vieler Details fühle ich mich jedoch eher wie in einer Schiffskajüte. Die dazugehörige Terrasse bietet einen einzigartigen 360 Grad Blick über das historische Zentrum von Zürich bis in die Alpen.


Serviert wird peruanisch-japanische Fusionküche, die bei den verwöhnten Zürichern als so hip gilt, dass ein Tisch lange vorher reserviert werden muss. Die Open Air Atmosphäre mit Loungemusik erzeugt sofort gute Laune, im Sharing Konzept bestellen die Gäste Ceviche und Crudos, Sushi und Sashimi, schwarzen Kabeljau in Miso mariniert oder Wolfsbarsch mit schwarzem Trüffel, um nur einige Speisen zu nennen – die Auswahl ist ebenso vielfältig wie interessant konzipiert. Alles schmeckt köstlich und der Chocowasabi, ein peruanischer Schokoladen Schaum, sorgt für meinen krönenden Abschluss. 


Zurück im Zimmer mit Blick über den See im romantischen Abendlicht bleibt der Eindruck, mich als Gast im La Réserve Eden au Lac Zurich wie auf einer Insel der Glückseligen zu fühlen – und ich hege den Wunsch nach einer sehr baldigen Wiederkehr!

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