Tangalle 82200, Anantara Peace Haven Tangalle Resort
Ruhe und Abstand inmitten tropischer Natur
Nach der fast dreistündigen Autofahrt vom Colombo International Airport erreichen wir das Anantara Peace Haven Tangalle Resort. An der noch relativ unberührten Südküste Sri Lankas erhebt sich das Resort auf einem Felsvorsprung über dem Indischen Ozean. Schon die Lage vermittelt das Gefühl, für ein paar Tage weit weg zu sein.
Ein Tor öffnet sich zu einem weitläufigen Tropengarten. Als erstes nehmen wir den Duft wahr: Ylang Ylang, Zitronengras, Frangipani, Vanille, Kokosnuss. Aus dem Hintergrund ertönen Trommelschläge, der eindringliche Ruf einer Oboe, dazu singhalesischer Gesang.
Die Ankunft im Resort gleicht einer Zeremonie. Zwei Frauen in Saris empfangen uns lächelnd und führen uns in die offene Lobby. Der Blick geht über tropische Natur direkt auf das Meer. Eine Blüte fürs Haar, Kokoswasser, Tee. Eine schöne Inszenierung, die sofort auf den Aufenthalt einstimmt.
Villen im Grünen und viel Privatsphäre
Die Architektur der Anlage fügt sich ganz selbstverständlich in die tropische Umgebung. Wege führen vorbei an Wasserflächen, offenen Pavillons und versteckten Gärten. Wir hören das Brechen der Wellen und das Rascheln der Palmen.
Unsere Garden Pool Villa liegt eingebettet im Grün, mit privatem Pool und viel Privatsphäre. Ein Willkommensdrink steht bereit, dazu Vogelgezwitscher, das sanfte Rauschen der Blätter und diese fast vollständige Ruhe, in der sich der eigene Rhythmus schnell verändert.
Es sind die Details, die den Unterschied machen. Obst und traditionelle Süßigkeiten aus Sri Lanka stehen zur Begrüßung bereit, die Minibar ist gut gefüllt – von Champagner bis zum lokalen Arrak.
Im großzügigen Bad mit freistehender Badewanne und direktem Zugang zur Terrasse finde ich ein Leinensäckchen mit Beach Essentials wie Sonnencreme, dazu Proben ayurvedischer Pflegeprodukte. Auch an Moskitoschutz für Zimmer und Terrasse wurde gedacht, ebenso wie an ein duftendes Kaya-Ayurveda-Öl aus dem Spa.
Vieles wirkt selbstverständlich. Auch der Service. Gleich zu Beginn stellt sich unser privater Butler vor, jederzeit über WhatsApp erreichbar, aufmerksam, aber nie aufdringlich. Er organisiert, was man braucht, ohne ständig präsent zu sein.
Zwischen tropischem Garten, Spa und Meer
Nach einem Frühstück, das in seiner Vielfalt beeindruckt, geht es Richtung Spa, vorbei an dichtem Grün, Wasserläufen und offenen Flächen. Immer wieder tauchen Pfaue auf. Eindrucksvoll anzusehen, deutlich weniger angenehm zu hören.
Ich überquere kleine Brücken über einen Fluss, auf dem auch Bootsfahrten angeboten werden. Wer möchte, kann sich von einem Guide die Flora und Fauna erklären lassen, die hier im Süden Sri Lankas besonders üppig ist.
Das Anantara Spa liegt etwas zurückgezogen. Die Räume sind authentisch und zurückhaltend gestaltet. Ich buche mir für nachmittags ein traditionelles Ayurveda Treatment und gehe weiter durch die Anlage.
Vorbei am Infinity Pool mit Blick auf den Ozean, hinunter zum breiten Sandstrand. Vor mir das glitzernde Meer, dem ich nicht widerstehen kann.
Das Wasser ist warm, die Wellen haben Kraft. Wunderbar! (Aber: Die Strömung kann stark sein. Für Nichtschwimmer nicht ideal.)
Abende zwischen Klippenrestaurant und Strandküche
Die Dinner-Locations im Anantara Peace Haven Resort Tangalle könnten unterschiedlicher kaum sein. Das Il Mare liegt hoch über dem Meer auf einer Klippe mit weiter Aussicht. Hier werden italienische Gerichte serviert, ein „Wein Guru“, wie sie ihn nennen, empfiehlt die passenden Tropfen.
Im Verala, direkt am Strand, trifft man dagegen auf eine ganz andere Atmosphäre. Die Architektur wirkt fast futuristisch, mit ihren runden Formen und der markanten Struktur aus dunklen Holzlamellen.
Die Karte bietet eine große Vielfalt asiatischer Gerichte: sri-lankische Currys, etwa mit Lobster oder Lamm aus der Jaffna Region, dazu Sushi, Tom Yum Goong und eine Auswahl an frischem Seafood.
Keine Frage, dass wir uns für das Verala entscheiden und uns durchprobieren – auch, weil es zuhause in München an jeder Ecke ein italienisches Restaurant gibt. Wir sitzen im Schein von Feuerfackeln, direkt am Wasser, und hören das Meer. Ich bestelle einen Frozen Matcha Cake, einfach um diese besondere Atmosphäre noch etwas länger auszukosten.
Später im wunderbar bequemen Kingsize Bett wirken die Eindrücke nach. Der Ort, die Stimmung. Ein Abend, der in Erinnerung bleibt. Genauso wie dieses Gefühl von Ruhe und Abstand, das wir im Anantara Peace Haven Resort Tangalle erlebt haben.