Kitzbühel, Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee
Der See spielt die Hauptrolle
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Es gibt viele Hotels in Kitzbühel. Aber nur eines liegt direkt am Schwarzsee. Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt bestimmt hier nicht die Stadt den Rhythmus des Tages, sondern Wasser, Natur und die Jahreszeit.
Versteckt am Ende eines Waldstücks präsentiert sich das Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee mit eigenem Seegrundstück, Liegewiese, Stegen und Seesauna.
Als wir ankommen, scheint die Sonne. Es ist warm und der Schwarzsee lockt. Auf der Terrasse stoßen wir mit einem Begrüßungsaperitif auf die kommenden Tage an. Lange bleiben wir aber nicht. Zu groß ist die Neugier auf unsere Suite. Und auf den See.
Die Gardensuite – Schlafen mit Blick ins Grüne
Unsere Gardensuite befindet sich in einem separaten Gebäude, der sogenannten Lakeside Lodge. Das Gepäck wartet bereits auf uns. Ich schaue mich neugierig um.
Die Suite ist hell und zurückhaltend gestaltet. Nichts ist überladen, alles fügt sich harmonisch zusammen. Viel Holz, schöne Glasleuchten, ein bequemes Sofa und eine sehr gute Espressomaschine, die wir sofort einweihen. Im modernen Bad stehen hochwertige Pflegeprodukte bereit. Und mitten im Hauptraum gibt es sogar eine verglaste Sauna.
Mein absoluter Favorit ist das Bett. Es steht in einer Art Kubus direkt an einem bodentiefen Fenster mit Blick ins Grüne. Beinahe so, als würde man unter freiem Himmel schlafen.
Vor der Terrasse liegt unser kleiner Garten mit Daybeds. Dahinter erstreckt sich die große Wiese bis zum Seeufer. Wir packen unsere Badesachen und ab zum See.
Angekommen!
Wandern, Golf und Wellness am Schwarzsee
Einige Gäste liegen auf der Wiese und lesen, andere sitzen auf dem Steg oder sind mit dem Stand-up-Paddle unterwegs. Die Boards können direkt im Hotel ausgeliehen werden.
Wir schwimmen im See, lassen uns von der Sonne trocknen und entscheiden uns dann für den Rundweg, der direkt am Hotel beginnt. Vor allem der erste Abschnitt ist wunderschön.
Mal führt der Weg direkt am Wasser entlang, dann wieder durch das Moor. Unterwegs gibt es einen Fitnesspfad. Nicht old school wie die früheren Trimm-dich-Pfade, sondern richtig gut gemacht. Kleine Tafeln zeigen Übungen für unterschiedliche Leistungslevel.
Bewegung gehört hier ohnehin zum Aufenthalt. Wanderwege beginnen direkt vor der Tür, Mountainbikes stehen im Hotel bereit und Yoga findet am See statt. Wer lieber in Gesellschaft aktiv ist, kann sich den geführten Touren anschließen.
Auch für Golfer ist Kitzbühel mit seinen vier Golfplätzen ein echter Tipp.
Der Golfclub Kitzbühel-Schwarzsee-Reith liegt nur wenige Minuten entfernt. Mit den hoteleigenen Golfcarts gelangt man bequem zum Club und kann sie auch auf der Runde nutzen.
Erst kürzlich wurden hier die Austrian Open ausgetragen. Für mich ist der Platz eine echte Challenge. Die Fahnenpositionen und das noch nicht gemähte Rough machen mir ganz schön zu schaffen.
Den Gang ins Hotel-Gym spare ich mir an diesem Tag und setze lieber auf Entspannung. Eine Ganzkörpermassage im Spa, die Seesauna und ein Bad im Infinity Pool sind ideal zum Abschalten – oder einfach ein ruhiger Moment auf dem Steg. Besonders schön in der Abenddämmerung, wenn sich die Wolken im Wasser spiegeln und der Schwarzsee ganz still wird.
Unser Lieblingsplatz, bevor wir uns für das Dinner fertigmachen.
Modernes Lakeside-Hotel
Diese Stimmigkeit erleben wir auch im Hotel selbst.
Das Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee blickt auf eine lange Geschichte zurück. Vom ursprünglichen Haus ist allerdings nur noch die alte Seestube geblieben.
2021 wurde das Hotel umfassend neu gebaut und erweitert. Heute ist das Haus ein modernes Lakeside Hotel mit klaren Linien und hochwertigen Materialien. Viel Holz, Naturstein und dunkle Farbtöne dominieren. Nichts wirkt verspielt oder rustikal. Stattdessen entsteht eine ruhige, zeitgemäße Atmosphäre, die hervorragend zum See und zur umgebenden Natur passt.
Bar, Lobby, unterschiedliche Sitzgruppen und die große Terrasse gehen fließend ineinander über. Mal sitzen wir mit einer Zeitung in einer ruhigen Ecke, mal auf einen Kaffee in der Lounge. Und bei allem fällt der Blick nach draußen. Zu den Bäumen. Zur Landschaft. Zum See.
Obwohl das Hotel heute deutlich größer ist als früher, wirkt es entspannt und nie unpersönlich. Bereits am zweiten Tag bekommen wir unseren Kaffee so serviert, wie wir ihn mögen.
Und für alle, die auch im Urlaub arbeiten möchten, gibt es einen separaten Co-Working-Bereich. Natürlich mit Blick ins Grüne.
Von der Saftbar bis zum Käseraum – die Kulinarik
Neben Architektur und Gestaltung spielt auch die Kulinarik eine große Rolle. Schon beim Frühstück fällt auf, wie appetitlich und ästhetisch alles präsentiert wird. Die Auswahl ist groß, aber nicht überfrachtet. Im Brotraum bekommen wir Selbstgebackenes, an der Saftbar mixen wir uns einen frischen Saft. Dazu Gemüsesticks, Obst und unterschiedliche Beerensorten. Kaum ist eine Schale leer, wird sie sofort wieder aufgefüllt.
Sehr lässig finde ich auch, dass wir frühstücken können, wo es uns gefällt: in den verschiedenen Restaurantbereichen, in der Lounge oder auf der Terrasse.
Überhaupt gefällt uns, wie das Alpenhotel mit seiner Größe umgeht. Statt eines einzigen Speisesaals verteilt sich das kulinarische Geschehen auf mehrere Räume.
Mittags steht im Rahmen der Gourmetverwöhnpension ein Lunchbuffet mit Salaten, kleinen Gerichten und Petit Fours bereit. Zur Erfrischung wartet eine Kühlbox mit verschiedenen Eissorten. Nach einer Runde am See oder auf dem Golfplatz genau das Richtige.
Direkt am Wasser liegt außerdem das Steghaus. Das stylische Restaurant gehört zum Alpenhotel-Ensemble, wird aber separat betrieben. Neben regelmäßigen Events werden hier auch gerne Hochzeiten gefeiert.
Der Höhepunkt am Abend ist das täglich wechselnde Sechs-Gänge-Menü. Bei den kalten und warmen Vorspeisen sowie den Hauptgerichten können wir zwischen mehreren Varianten wählen. Die Küche interpretiert Tiroler Klassiker mit modernem Touch: vom Tafelspitz über geräucherte Entenbrust, Wiener Schnitzel und Bärlauchrisotto bis zum Topfen-Käsekuchen. Dazu trinken wir österreichische Weine aus der gut sortierten Weinkarte.
Schade nur, dass wir während unseres Aufenthalts nicht in den Genuss des Wildfleischs kommen. Der Gastgeber jagt nämlich höchstpersönlich.
Zum Abend gehört für uns unbedingt auch ein Besuch im Käseraum. Ausgewählte Käsesorten, Chutneys, Trauben und frisch gebackenes Brot gehen immer. Erst recht, wenn man danach noch einmal zum See spaziert.
Kitzbühel im Sommer
Apropos Spazieren: Die knapp zwei Kilometer entfernte Altstadt von Kitzbühel erreicht man in etwa 25 Minuten bequem zu Fuß. Wer mag, nimmt den Bus oder fährt mit dem Auto bis zum Pfarrau-Parkplatz und schlendert von dort ins historische Zentrum.
Natürlich machen wir einen kleinen Ausflug in den Ort und sind überrascht, wie entspannt Kitzbühel im Sommer sein kann. Die Gassen sind weniger belebt, in den Cafés finden wir problemlos einen Tisch und in den Boutiquen kann man in Ruhe stöbern. Alles geht etwas gemütlicher zu als im Winter.
Auch die Landschaft zeigt sich von einer anderen Seite. Die umliegenden Wiesen sind sattgrün, überall blüht es und selbst der Hahnenkamm wirkt ohne Schnee weniger einschüchternd als während des legendären Abfahrtslaufs.
Trotzdem zieht es uns zurück zu unserem Haus am See. Zur Ruhe. Zur Natur. Zum Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee.
Mehr braucht es hier für uns nicht.